Freitag, 11. Oktober 2013

Und es geht nach...



... Manila.
Die Skyline von Manila
 "You can’t bring an unwritten place to life without losing something substantial. Manila is the cradle, the graveyard, the memory. The Mecca, the Cathedral, the bordello. The shopping mall, the urinal, the discotheque. I’m hardly speaking in metaphor. It’s the most impermeable of cities. How does one convey all that?" 
Miguel Syjuco, philippinischer Autor

Im Dezember geht es also los. Wir werden mit Sack und Pack das Land verlassen um neun Monate in der Fremde zu verbringen.

Manila ist eine Megacity und die Hauptstadt der Philippinen. Die Angaben der Einwohnerzahlen unterscheiden sich teilweise sehr stark aber die meisten sagen, dass ungefähr 20 Millionen Menschen dort leben. Schon eine krasse Zahl wenn man sich das mal überlegt. Im Moment leben wir in Berlin mit ca. 3,3 Millionen Einwohnern und das ist für uns schon groß. Es wird auf jeden Fall eine Herausforderung.

Lange Zeit waren die Philippinen eine Spanische Kolonie. Aus diesem Grund sind über 90% der Einwohner katholisch. Ende des 19. Jahrhunderts zieht die USA gegen Spanien in den Krieg und so kommen die Amis nach Manila und die Philippinen wurden zur Amerikanischen Kolonie. Heute sind diese 5000 Inseln unabhängig und eine Demokratie.

Monsun in Manila 2013
Das ganze Jahr über haben wir dort eine Temperatur um die 30°C und im Sommer kommen noch Monsune und Taifune der feinsten Art hinzu. Zum Vergleich, in Manila fallen im August fast 500mm (das sind 500 Liter pro 1m ²) Regen und in Berlin knapp 60mm.

Um in dieser verrückten Stadt von A nach B zu kommen kann man entweder mit dem Taxi oder der Metro fahren oder man steigt in einen der wunderschönen Jeepneys. Das sind zurückgelassene Willys-Jeeps der US-Truppen. Diese wurden kurzerhand zu Kleinbussen umgebaut und fahren nun Touristen und Einheimische durch das ganze Land. Ich bin sehr gespannt darauf wie es wohl ist auf diesen Gefährten durch die Gegend zu fahren.
Jeepney

Bezahlt wird mit dem Philippinischen Peso. Ein Überbleibsel aus der Spanischen Kolonialzeit. Leider gibt es eine sehr große Lücke zwischen den Armen und den Reichen. Viele Menschen leben in Slums und haben weniger als einen Euro am Tag zum Überleben. Gegenüber dem stehen viele extrem reiche Familien die ihr Geld schön bei sich halten. Wenn man in Metro-Manila lebt bekommt man davon aber kaum etwas mit. Wenn man es nicht will bekommt man auch nichts von den Armenvierteln mit, aber je weiter man aus der Stadt hinaus fährt umso schlimmer wird es.

Kriminalität spielt natürlich auch eine Rolle. Allerdings sind es meist Fehden zwischen einheimischen Familien, so dass Ausländer meist Außen vor sind. Dennoch ist es nicht grad ungefährlich dort zu leben aber in welcher großen Stadt ist es das schon?!

Alles in allem sind wir sehr gespannt darauf, was uns erwartet und welche Abenteuer wir dort erleben werden. Wir werden auf jeden Fall berichten und dich auf dem Laufenden halten.

Bis dahin... Sa uulitin!

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